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Wer anderen eine Rede hält, ... äh, nein.
Aber die Hochzeitsrede ist ein sehr sensibles Thema und zwischen Erfolg und Langeweile entscheiden vielleicht unsere Tipps: Der Zeitpunkt der Rede sollte mit dem Organisator (Brautpaar, Trauzeuge, Zeremonienmeister) abgesprochen werden. Der Organisator hat dann auch den nötigen Überblick, falls mehrere Personen etwas sagen möchten. In der Reihenfolge steht dem Brautvater traditionell das Erstsprachrecht zu. Dies stammt noch aus Zeiten, als es üblich war, dass der Brautvater die gesamte Feier bezahlte. Da knurrende Mägen unter Umständen die Rede stören könnten, ist die Pause nach der Vorspeise geradezu ideal für die Reden. Hier ist eine Absprache mit der Location sinnvoll, damit die Rede nicht durch das Hereinbringen der Hauptspeise gestört wird. Wenn es kein Menü gibt, sondern ein Buffet, ist die Rede meist die Eröffnung des Buffets, also bevor alle losstürmen, und sich etwas holen. Eine Rede sollte zwischen 5 bis 10 Minuten lang sein. Kürzer geht immer, länger bitte nimmer. Zu groß ist die Gefahr, dass die Zuhörer mit den Gedanken ganz woanders sind. Der Redner sollte sich vorstellen bzw. vorgestellt werden. Es macht sich gut, wenn der Brautvater beispielsweise ein Ereignis aus der Kindheit der Braut zum Thema macht und dabei eine nette Eigenschaft von ihr herausstellt. Absolut unmöglich ist es, wenn der Redner die Gelegenheit nutzt und mit dem Brautpaar oder anderen Anwesenden abrechnet. Das ist eine Hochzeit und kein Platz für das offene Austragen von Streitereien. |
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